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Sport gleich Erfolg im Beruf?
Veröffentlicht von Dominique Studerus in Rund um den Sport • 10.08.2010 12:58:43
Wenn Sie nicht gerade vermögend sind oder Ihren Lebensunterhalt als Profisportler verdienen, müssen Sie wohl oder übel Ihr Training an Ihr Berufsleben anpassen. Aber die Anforderungen von Arbeit und Sport sind alles andere als unvereinbar.

Sportler verbringen viel Zeit damit, sich auf Wettkämpfe vorzubereiten – während andere wichtige Dinge ebenfalls erledigt werden wollen: Junge Sportler müssen den Ansprüchen von Schule und Ausbildung gerecht werden, und erwachsene Sportler dürfen den Beruf nicht vernachlässigen. Obwohl es für Sportler normal ist, das sportliche Ziel über alles andere zu stellen, birgt es doch die Gefahr, das eigene Selbstwertgefühl nur an einem einzelnen Bereich festzumachen. Studien haben gezeigt, dass Menschen Rückschläge besser wegstecken können, die ihren Selbstwert aus Erfolgen auf mehreren Gebieten ziehen. Jemand mit einer vielschichtigen Selbstachtung, überwindet Rückschläge leichter als jemand, dessen Selbstachtung ausschließlich auf dem Erfolg in einer Aktivität beruht.

Planen Sie Ihre Ziele!
Menschen, die viel leisten, gehen geradezu darin auf, hoch gesteckte und voneinander unabhängige Ziele zu erreichen. Wir behaupten demnach, dass die allgemeine Annahme, eine erfolgreiche berufliche Karriere – typischerweise im Büro – und Sport ließen sich nicht vereinbaren, falsch ist.
Es ist verständlich, dass es Zeiten gibt, in denen Athleten ihren Sport über alles andere stellen müssen. Genauso müssen Geschäftsleute ihren Job machen und den Sport hinten anstellen. Dennoch sind wir der Auffassung, dass Elitesportler Interessen auch außerhalb ihres Sports brauchen, auf die sie ihre Energie lenken können. Wenn sie sich auch auf anderen Gebieten hohe, allerdings erreichbare Ziele setzen, dann kann das ihre Leistungsfähigkeit unterstützen – ein ordentliches Ziel-Management natürlich
vorausgesetzt. Wenn man Sport und Beruf als Beschäftigungen sieht, bei denen es um Leistung geht, kann man mithilfe psychologischer Methoden die Leistungen in beiden Bereichen vorantreiben. So ist es möglich, dass nicht nur der Sportler besser mit dem Leistungsdruck umgehen kann, sondern auch seine berufliche Karriere unterstützt wird.
Um einen umsetzbaren Trainingsplan zu erstellen, muss man zunächst genau abschätzen, wie viel Zeit einem tatsächlich zur Verfügung steht. Jeder Sportler sollte genau darüber nachdenken und gegen die Einstellung ankämpfen, er habe nicht genügend Zeit. Er sollte sehr sorgfältig überlegen, ob die Zeit wirklich nicht ausreicht oder ob dieses Argument nur als Ausrede gebraucht wird, wenn nicht die erwarteten Leistungen erbracht werden. Um einen Plan aufzustellen, mit dessen Hilfe sich Zielsetzungen verschiedener Bereiche erfüllen lassen, müssen diese Ziele zunächst definiert werden. Zudem müssen Wege gefunden werden, anhand derer sich diese Ziele erreichen lassen. Es ist hilfreich, in diesem Plan die Zeit über die man selbst bestimmen kann, von der Zeit zu unterscheiden, über die andere (mit-)bestimmen können. Die Zeit, die wirklich Ihnen gehört, ist kostbar, und Sie sollten das Beste aus ihr machen. Wenn Sie die Zeiten ausfindig gemacht haben, in denen Sie wirklich loslegen können, müssen Sie überlegen, wie Sie sie am besten nutzen. Halten Sie die Ergebnisse fest, die Sie in den einzelnen Bereichen erreichen wollen (Sport, Familie, Arbeit etc.). Das sind Ihre messbare Zielvorgaben.

Legen Sie für jeden Bereich fest, welche Entwicklungen Sie machen wollen. Definieren Sie zum Beispiel, welche Fertigkeiten Sie erlangen wollen, und beschreiben Sie diese detailliert. Das mag nicht immer einfach sein, und manches ist für Außenstehende vielleicht nicht zu erkennen. Im Sport-Bereich können Sie sich wiederholt in Situationen hineindenken, um so bestimmten Ängsten im Wettkampf entgegentreten zu können. Im Beruf hingegen, wenn Sie beispielsweise schnelle Entscheidungen unter Druck fällen müssen, können Sie in Gedanken bestimmte Situationen im Nachhinein noch einmal durchdenken. So können Sie prüfen, wie Sie anders hätten entscheiden können.

Legen Sie die Haupttrainingszeiten sowie die Ruhephasen fest.

Markieren Sie sich wichtige berufliche Termine.

Sie werden merken, es ist möglich beides zu kombinieren!

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